Künstler Thomas Hoffmann.
Auszug aus der Abhandlung des Museumsdirektors des Oberhessischen Museums in Gießen, Dr. Friedhelm Häring zu dieser Kunstreihe.
Die Malerei von Thomas Hoffmann lebt aus dem breiten Strom der künstlerischen Tendenzen, die in Deutschland, in Europa und verschiedenen Teilen der Welt nach 1945 entwickelt wurden.
Aus der expressionistischen Abstraktion, die von Künstlern wie Kandinsky vorangetrieben wurde, gab es vielfältige Wege und Zweige der künstlerischen experimentellen Tätigkeit.
Diese offene nonfigurative Malerei hat bis heute wichtige individuelle lebendige Formulierungen hervor gebracht. Dazu gehören auch die Arbeiten von Thomas Hoffmann. Seine THOHOGRAFIEN sind, obwohl druckgrafisch entwickelt, Einzelwerke. Th. Hoffmann bedient sich einer alten Technik, der Monotypie. Diese Technik ist von Thomas Hoffmann verändert worden. Er nimmt eine Zinkplatte zur Grundlage. Auf dieser Zinkplatte kann er wesentlich heftiger aber gleichzeitig auch kontrollierter Farbe aufbringen, verschieben, gestisch verteilen. Auf der Zinkplatte wird aus Spontanität und Kontrolle eine Farbstruktur aufgebracht, die anschließend nur ein einziges Mal abgezogen wird. Durch den Druck hinterlässt die Farbstruktur auf dem hochwertigen Bütten ihren besonderen Reiz und ihr außerordentliches Gefüge.
Die Arbeiten sprühen vor innerer Energie, sie übertragen diese Energie aus Farbe und Dynamik in den Raum des Betrachters und wirken in ihrer auflösend heiteren Stimmung gleichzeitig befreiend.