Wer sieht, muss nicht zwangsläufig erkennen, wer erkennt muss nicht zwangsläufig begreifen. Wenn ich fotografiere gebe ich mir selbst die Chance, dem Sehen, Erkennen und Verstehen ein gutes Stück näher zu kommen. Dieses absolute Ziel wandert bei jedem meiner Schritte ebenfalls ein gutes Stück weiter in Richtung fotografische Ferne. So befinde ich mich immer am Anfang der Fotografie, beginne immer wieder neu, ohne von vorn anzufangen. So bleibt mein Staunen über das Leben und die Welt grenzenlos.
In der Suche, das Alltägliche durch ungewöhnliche Sichtweisen neu zu entdecken, finde ich meinen Antrieb. Hierbei neue Interpretationen des Altbekannten in mir, und schließlich auch beim Betrachter zu wecken, ist ein hohes und erstrebenswertes Gut. Seit über 30 Jahren beschreite ich schon diesen schmalen Grat der Fotografie mit tiefster Zufriedenheit und bodenloser Zerissenheit, wohl wissend, dass meine von Herzen erstrebten Ziele schwer erreichbar sind. Um so mehr sonne ich mich in den Ergebnissen, die diesem Anspruch gerecht werden. Wenn meine Fotografien diese Philosophie auszudrücken vermögen, habe ich alles mit ihnen erreicht.
Der Form halber sei angemerkt: Sämtliche Fotografien unterliegen dem internationalen Copyright ©. Verwertungen jeder Art sind darin untersagt.