Die Sonnenblume
Alle Schönheit ist vergänglich,
in der Jugend überschwänglich,
streckte sie die Blätter aus
und lebte aus dem Tag heraus.
Ach, des Leben s´ Missgeschicke
machte sie als Blume dicke
und sie dachte auch daran,
dass es ihr mal schaden kann.
Auf dem Felde´ traf sie eine,
die hatt´ nur ganz kurze Beine,
hatte Traurigkeit im Blick,
denn sie war genauso dick.
Sollt´ es nur noch Dünne geben,
wär´ es Öde in dem Leben,
denn es wäre gleichgeschaltet,
was die Natur ganz still verwaltet.