wokli

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Ich wünsche allen ein friedliches Jahr 2020.
I wish you all a peaceful year 2020.

Im Jahre 2014 Teilnahme und "Etappensieger" bei einem bundesweit ausgetragenen Fotowettbewerb mit einem meiner Bilder. Mein "Werkzeug" ist eine in jeder Hinsicht sehr einfache Compact Camera der untersten Preisklasse an die ich rein zufällig geraten bin. Der Reiz jeglicher Tätigkeit - und so auch der Photographie - besteht für mich darin, zu versuchen aus möglichst jeder Situation das Beste zu machen. Dies, auch wenn eine solche Situation in finanzieller Hinsicht scheinbar sehr stark einschränkt und die Ergebnisse von den meisten unbeachtet bleiben sollten. Ich empfinde mich dabei als jemand der versucht unabhängig vom Zeitgeist eine der unendlich vielen vorhandenen Lücken zu besetzen die sich mir bieten. Wobei sich mir derzeit in diesem Bereich u.a. die Photographie angeboten hat.
Vielleicht besuchen Sie mich auch einmal auf https://limelight.hpage.de ? Ich würde mich freuen. Dort finden Sie u.a. wöchentlich wechslende Musik.

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Vom Verkauf meiner Bilder gehen 10% an MFK Mund-und Fußmalende Künstler Verlag GmbH, Stuttgart. Leider waren dies bisher Null €uro.
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Lebensjahre

Wie man mir erzählte erblickte ich an einem kalten, schneereichen Tage das Licht der Welt in einem dunklen Zimmer der ehemals ersten Dorfschule am Ort und ich hätte mich nach den ersten gescheiterten Gehversuchen zunächst mit der Rolle des stillen Beobachters aus dem kindlichen Laufstall heraus abgefunden. Es war ein Laufstall dessen Bestandteile zuvor einen Kaninchenstall bildeten : Mein Bruder widmete sich zur damaligen Zeit - er war damals acht Jahre alt - der in unserem Dorf einst sehr angesehenen Kaninchenzucht aufgrund deren geschätzter Erfolge man Ihn mit unzähligen Pokalen bedacht hatte, sein sozialer Stellenwert im Dorf nahm damals einen der obersten Ränge ein. Er war der eigentliche Bürgermeister, zumindest habe ich dies damals so empfunden.
Einen topographischen Überblick bot mir während meines Exils die Aussicht von unserem Haus aus über ein weitläufiges Flusstal hinweg mit seinen Wiesen, Feldern und Wäldern, welche in der Ferne von einer Bergkette begrenzt wurden. Die Situation über vieles hinweg sehen zu können vermittelte mir wohl schon von frühester Kindheit an auch eine gewisse Gelassenheit beim späteren Auftauchen von Hindernissen und Problemen. Immer sonntags ließ mich Marschmusik in meinem Laufstall aufhorchen und aufgrund eines inneren Antriebs eine stramme Haltung einnehmen : Marschmusik entsteht im Spannungsfeld zwischen christlicher Glaubenstiefe und einem asozialen Lebensstil, welche sich beide hier auf engstem Raum begegneten und sie dröhnte im Anschluss an’s Glockengeläut der gegenüberliegenden Kirche und nachdem zuvor heimatliche Weisen meine Festtagsstimmung weiter emotional gesteigert hatten, jeden heiligen Sonntag Mittag wie Kanonendonner aus einem Volksempfänger durch das immer sonntags geöffnete Fenster der Küche des am Eingang des Klosterhofes gelegenen Bauernhauses und dominierte, begleitet vom köstlichsten Duft den sich ein Mensch vorstellen kann, das Leben in den angrenzenden Straßen unseres immer sonntags unschuldigen Dorfes......................... ...........................Es war der Duft eines himmlisch duftenden Sonntagsbratens..................

Und diesen Sonntagsbratenduft vermochte nur ein Mensch auf der Welt zu erschaffen, er war Bäuerin und hieß Emma. Und Emma verbrachte einen Großteil ihres Lebens damit die vorzugsweise mittels Mistgabeln hoch oben auf der Klosterhof - Miste ausgefochtenen Meinungsverschiedenheiten zwischen ihrem Ehegatten Gottlob und ihrer beider Knecht Hermann zu schlichten. Zudem musste sie die meiste Zeit ihres Lebens Kühe melken. Aber wenn dann endlich, nachdem die letzten Betrunkenen im sonntäglichen Morgengrauen von der Straße getragen worden waren, der heilige Sonntag in unserer Straße Einkehr gehalten hatte, dann gab sich Emma als Ausgleich ganz ihrem wiedererwachten Bedürfnis nach christlicher Nächstenliebe hin, indem sie ihre während der Werktage unterdrückten Gefühle hingebungsvoll in die liebevolle Zubereitung eines festlichen Mahles für ihren Gottlob steckte : In die Zubereitung eines himmlisch duftenden Sonntagsbratens. Und ...... nur aus einem solch gefühlsmäßigen Defizit heraus wie es Emma während der Werktage erleiden musste kann die Befähigung hervorgehen ein solches Konzentrat an Sinnenfreunde zu schaffen. Ich vermisse Emma sehr.... ........Und auch Gottlob und Hermann.

Diesen traditionsbildenden Faktoren war ich also im Haus gegenüber ausgesetzt. Wie gesagt : Vermutlich waren sie im wesentlichen prägend für mein zwiespältiges Traditionsbewusstsein ............. Oder, war es letztendlich doch nur der Walnussbaum innerhalb dieses gegenüberliegenden Klosterhofes, in dessen Schutzbereich ich in späteren Jahren am geheiligten Sonntag danach strebte mir mit seinen Nüssen und begleitet von seinem herben und belebenden Duft und den Klängen der sonntäglichen Marschmusik, zackig die Taschen zu füllen und welcher mir auf diese Weise unvergleichlich die leiblichen Vorzüge dieser traditionellen Handlung einprägsam zu vermitteln vermochte ?

Und, war nicht der Walnussbaum der sich viele Jahre später als erstes Gewächs im angrenzenden Friedhof auf dem Grab meiner Mutter offenbarte ihr ewig währender fürsorglich - liebevoller Hinweis an mich auf dessen Vorzüge ?

Solchermaßen beeinflusst neigte ich schon von Kindesbeinen an dazu uns Menschen "in bevorzugter Wohnlage über allen Köpfen und Problemen", aber auch auf uns allein gestellt, in einem spärlich belichteten "Zimmer" in dem es einmal wöchentlich, begleitet von Kirchenglockengeläut und Marschmusik die Sinne betörend gut nach Braten riecht, auf der Oberfläche einer Kugel lebend zu sehen. Als Menschen, die sich bestenfalls einer dörflichen Gemeinschaft zugehörig fühlen und die sich untereinander - wenn es sich schon nicht vermeiden ließ - letztendlich scheinbar unwissentlich doch noch gegenseitig unterstützen. Kurzum : Die Vorraussetzungen, dass ich mich zu einem Anarchisten entwickle waren nicht von der Hand zu weisen. Und wohl aufgrund dieser Faktoren prägte sich mir letztendlich das mich "erdende" Bewusstsein ein, dass wenn wir meinen „oben auf dem Berg" angekommen zu sein, in Anbetracht der Unendlichkeit des uns umgebenden Raumes, in Eigenverantwortung immer im Bestreben sein sollten nicht die Bodenhaftung zu verlieren. Denn wäre da nicht die Schwerkraft.....: Adieu liebe Nachbarn, adieu liebe Mutter Erde, ..................





Schließlich ergab es sich, dass auch bei mir als einem Anarchisten als den ich mich fühlte, das Bedürfnis erwachte mich kultiviert - homogen, als moderner Homo Sapiens noch weiter zu entwickeln. Dies ganz einfach deshalb, weil ich zu erkennen glaubte aus einer solchen Perspektive heraus die vielfältigen Sünden der Welt genussvoller überschauen und erleben zu können als Beispielsweise aus der "Froschperspektive" eines Flusspferdes heraus. Oder kann etwa ein Flusspferd in einem „Wohnzimmer auf Rädern“ (amerikanischer Straßenkreuzer) sich mit seiner Herzdame vergnügen und sich dabei gleichzeitig Kopfhörer - bekrönt Musik "reinziehen", gelegentlich einen Blick auf den auf einer Großleinwand dargebotenen Film Jenseits von Eden werfen und sich inmitten der final alle Sinne betörenden Rauchschwaden einer echten Havanna zudem noch eine mittels Mobiltelefon bestellte, nach frischem Teig, Oregano, Mozzarella und Tomaten duftende Pizza durch’s sich vollautomatisch öffnende Schiebedach von einer vollbusigen Mexikanerin, deren Brüste den natürlich - kindlichen Appetit auf noch mehr erwecken reichen lassen ?! ...............Ich denke nein, zumindest wird dies noch ein paar Jahre dauern bis ein Flusspferd eine echte Havanna schätzt. Da ich dies noch nicht missen wollte gelangte ich zu der Einsicht meine Energie dahingehend zu bündeln mir einen Zugewinn an menschlicher Kultur anzueignen und mich weniger direkt an der Tierwelt zu orientieren, zumindest nicht in solcher Weise wie es bei nicht wenigen, "ewig Gestrigen" heutzutage leider wieder zunehmend der Fall Ist. Und damit meine ich diejenigen, welche einerseits die Natur als Vorbild für sich propagieren, diese dabei jedoch bei gleichzeitiger Inanspruchnahme des derzeitigen, unnatürlich entstandenen Zerstörungspotentials moderner Waffentechnologie, in falscher Schlussfolgerung lediglich argumentativ missbrauchen.



Alle Rechte vorbehalten





I wish you all a peaceful year 2019.
In 2014 participation and "stage winner" with one of my pictures and my technically very simple "cheap Camera" at a nationally held photo contest.
My attraction of a task is to try to make the best of every situation. Even if a difficult situation, e.g. as far as photographers are concerned, they may offer comparatively very little in terms of photography and the results should be disregarded by most people. I just feel like someone who tries to fill a gap regardlesst and the photograpie was chosen randomly.

From the sale of my pictures go 10% to MFK mouth and foot painting artist Verlag GmbH, Stuttgart.
Copyright: The pictures are subject to copyright. Any kind of further use, storage or duplication of these pictures is not permitted.
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